Veranstaltungen

Workshops zur Erarbeitung der Regionalen Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet

Am 24.6. hat die Auftaktveranstaltung „Regionale Biodiversitätsstrategie – eine Chance für das Ruhrgebiet!“ beim RVR stattgefunden. Für Ihre Mitarbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken! Die Auswertung und Dokumentation finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Wir möchten Sie auf die nächsten Veranstaltungen zur Erarbeitung der Regionalen Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet hinweisen: In den Wochen vom 06.09. – 10.09.2021 und vom 04.10. – 08.10.2021 werden wir Workshops zu neun verschiedenen Themen durchführen, die die Basis für die Strategie bilden sollen:

06.09. Wildnis in der Stadt
07.09. Industrienatur
08.09. Biodiversität auf öffentlichen Grünflächen
09.09. Aquatische Biodiversität
10.09. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

04.10. Biodiversität auf Waldflächen
05.10. Biodiversität auf privaten Grünflächen
06.10. Biodiversität in der Agrarlandschaft
07.10. Biotop- und Artenschutz

Zur Anmeldung

Regionale Biodiversitätsstrategie - Chance für das Ruhrgebiet

24.06.2021, 09.00 bis 13.30 Uhr, Online-Veranstaltung

Die Metropole Ruhr weist heute eine deutlich höhere Arten- und Strukturvielfalt als das landwirtschaftlich geprägte Umland auf und besitzt so eine große Bedeutung für Erhalt und Entwicklung der Biodiversität in der Region. Die artenreiche urbane Stadtnatur besitzt vielfältige Funktionen für eine gesunde, soziale und lebenswerte Stadtlandschaft. Die biologische Vielfalt ist jedoch zusehends durch weitere Verdichtung der Bebauung, Fragmentierung von Freiflächen, Umweltbelastungen und durch klimatische Veränderungen starken Beeinträchtigungen ausgesetzt.

Zur Beschreibung der einzigartigen aber komplexen Situation sind Positionspapiere für eine Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet von dem Netzwerk Urbane Biodiversität mit Beteiligung des RVR erarbeitet worden. Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Umweltministeriums NRW gefördert.

Diese Positionen bilden die Grundlage für die Entwicklung einer Strategie, mit der die einzigartige Biodiversität des Ruhrgebietes geschützt und entwickelt werden kann. Am 24.06.2021 sind wir zusammen mit ca. 130 Teilnehmer:innen auf dieser Grundlage in einen Beteiligungsprozess zur Strategieentwicklung gestartet.

Die Veranstaltung hat sich insbesondere an kommunale und regionale Fachleute aus den Bereichen Naturschutz, Umwelt & Planung der Region gewendet, die Teilnahme stand aber auch weiteren Interessierten Personen offen.

Vorträge und Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Die regionale Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet im Überblick (PDF)
Frank Bothmann, RVR

Biodiversitätsstrategien in NRW: das Beispiel des Kreises Lippe (PDF)
Jürgen Braunsdorf, Projektkoordinator Biodiversität des Kreises Lippe, Detmold

Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet - Hauptthemenfelder (PDF)
Dr. Peter Keil, Biologische Station westliches Ruhrgebiet & Prof. Dr. Daniel Hering, Universität Duisburg-Essen

Wie geht der Prozess der Biodiversitätsstrategie Ruhrgebiet weiter (PDF)
Netzwerk Urbane Biodiversität

Ergebnisse der Arbeitsgruppen (Padlets) (PDF)

Dokumentation der Veranstaltung (PDF)


Die Zukunft der grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr

Online-Fachtagung am 26. und 27. November 2020 von 9 bis 13 Uhr

Der RVR veranstaltet mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes NRW am 26. und 27. November 2020, jeweils von 9 bis 13 Uhr, eine zweitägige Online-Fachtagung mit dem Titel "Die Zukunft der Grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr".

Zentrale Fragestellungen sind:
Wie können Städte und Regionen mit Hilfe Grüner Infrastruktur zukunftsfähig und lebenswert gemacht werden? Welche Strategien und welche konkreten Projekte vor Ort tragen dazu bei und welche Akteur*innen braucht es dafür? Diese Fragen möchten wir mit Fachleuten und Interessierten aus den Bereichen Stadtplanung, Regionalentwicklung, Natur- und Klimaschutz für die Metropole Ruhr beantworten. Die Tagung ist Teil der „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“.

Mehr Informationen

Neobiota-Management in den Regionalen Grünzügen - September 2020

Rund 50 Vertreter*innen der Kommunen aus den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Stadtplanung, Stadtentwicklung sowie der Landwirtschaftskammer NRW, des Landesbetriebs Wald und Holz, der Biologischen Stationen, der Deutschen Bahn und des Wasserschifffahrsamtes diskutierten am 22.09.2020 im ChorForum Essen zum Thema „Neobiota-Management in den Regionalen Grünzügen“.

Am Beispiel des Waschbären, der Armenischen Brombeere und anderer Neobiota wurden konkrete Problemsituationen und Maßnahmen vorgestellt und in Arbeitsgruppen vertiefend diskutiert. Hier stellten sich vor allem die Fragen: Wie können potentielle Bedrohungen durch Neobiota früh erkannt werden? Welche Maßnahmen haben sich gegen welche Arten als erfolgreich erwiesen? Wie ist die Finanzierung für ein dauerhaftes Neobiotamanagement zu gewährleisten?

Dokumentation herunterladen (pdf) Zusammenfassung herunterladen (pdf)

Urbane Biodiversität - Grüne und Blaue Infrastruktur - 2017

Etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ministerien, Städten, Kommunen, Planungsbüros, Naturschutzverbänden und der Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Der Schwerpunkt der Tagung lag auf den Bereichen der grünen und blauen Infrastruktur und der urbanen Natur hinsichtlich Ihrer Artenvielfalt und Ökosystemleistungen.

Vorgestellt wurden Projekte der Grünen Hauptstädte Europas Essen (2017) und Nijmegen (2018), die Artenvielfalt und die Ökosystemleistung urbaner Biotope, die Eignung von Industrienatur für Umweltbildung, sowie Leuchtturmprojekte im Gewässerumbau des Ruhrgebiets. Weitere Vorträge berichteten von der positiven Wirkung von Stadtnatur auf die menschliche Gesundheit. Ein Ausblick auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 zeigte die Möglichkeiten der zukünftigen Freiflächenentwicklung im Bezug auf das Tagungsthema. Zwei Beispielprojekte, der Radschnellweg RS1 und die ökologische Neugestaltung des Läppkes Mühlenbaches wurden im Rahmen einer Exkursion vorgestellt.


Urbane Biodiversität - regionale, nationale und internationale Aspekte - 2013

26.-27. März 2013, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

Nur wenige Eingeweihte wissen: Städte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Standortbedingungen wechseln kleinräumig, Verkehrsachsen bilden Wanderkorridore, Verkehrsmittel fördern die Einwanderung und die Ausbreitung von Arten. Städte sind damit sehr dynamische Lebensräume; ständig entstehen neue Lebensgemeinschaften oder sogar neue Arten.

Wie kaum ein anderer Ballungsraum in Deutschland steht das Ruhrgebiet für das Thema "Urbane Biodiversität". Ausgelöst durch Wirtschaftskrisen seit den 1960er Jahren entstanden im Ruhrgebiet Industriebrachen von über 10.000 ha. Die Emscher, für 100 Jahre ein Synonym für einen Schmutzwasserlauf, wird heute aufwändig renaturiert.

National wie international findet das Thema "Urbane Biodiversität" vermehrt Aufmerksamkeit. Die Tagung "Urbane Biodiversität - regionale, nationale und internationale Aspekte" ermöglichte einen Austausch über neue Forschungsergebnisse und Strategien. Drei Themen standen im Vordergrund: Neobiota, Brachflächen und urbane Gewässer. In Vorträgen und Workshops wurdenneue Aspekte präsentiert und diskutiert, und ein Positionspapiers zur urbanen Biodiversität erarbeitet.

Die Tagung wurde von 150 Teilnehmer(innen) aus Behörden und Planungsbüros, Naturschutzverbänden, Biologischen Stationen sowie aus Forschungseinrichtungen und Universitäten besucht.

In drei Workshops wurden aktuelle Themen zur urbanen Biodiversitaet diskutiert. Die Ergebnisse wurden in einem Positionspapier zusammengefasst

Positionspapier herunterladen (PDF)