Projekte

Offensive Grüne Infrastruktur 2030

Die Offensive Grüne Infrastruktur 2030 ist eines von zwei Leitprojekten des Umweltministeriums und Partnerinnen und Partnern im Rahmen der Ruhr-Konferenz. Ziel ist es, ein durchgängiges Netz der Grünen Infrastruktur aus Grün- und Freiräumen zu schaffen. Zahlreiche Projektbausteine wird der Regionalverband Ruhr in den nächsten Jahren gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern umsetzen.

Die Erstellung einer Regionalen Biodiversitätsstrategie ist ein Baustein dazu und gliedert sich in das Gesamtvorhaben ein.

Ausgehend von einer Bestandsaufnahme des Forschungsstandes der Biodiversitätsforschung und der Auswertung von Best Practice Projekten wird zu verschiedenen Handlungsfeldern eine umsetzungsorientierte regionale Biodiversitätsstrategie erarbeitet. Dafür werden für die einzelnen Handlungsfelder Positionspapiere und Handlungskonzepte erarbeitet. Aufbauend auf Best Practice Beispielen werden besonders geeignete Flächen und Maßnahmen für eine zeitnahe Umsetzung vorgeschlagen.

Die Erarbeitung der Biodiversitätsstrategie erfolgt durch das interdisziplinär besetzte Netzwerk Urbane Biodiversität Ruhrgebiet und dem Regionalverband Ruhr.

Positionspapiere

In einem ersten Schritt wurden im März 2021 neun Positionspapiere zu verschiedenen Schwerpunktthemen veröffentlicht. Diese sollen als Leitfaden und Diskussionsgrundlage zur Erarbeitung der Biodiversiätstrategie dienen. Dazu recherchierte das Netzwerk den aktuellen Stand der Dinge, schaute auf schon bestehende Strategien in anderen Regionen, versuchte Defizite der bisherigen Ansätze zu erkennen und tauschte sich dabei intensiv mit allen Akteuren in der Metropole Ruhr aus.  

Die AuthorInnen der Positionspapiere haben die Forderung des Landes NRW nach einer Biodiversiätstrategie für das gesamte Ruhrgebiet dabei stets im Blick, Fragen der Umweltgerechtigkeit, von Ökosystemleistungen, die Einbeziehungen der Verwaltungen und vor allem auch die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung.

Zu den Positionspapieren

Forschungsprojekt Läppkes Mühlenbach

Karte öffnen

Ein erstes gemeinsames Forschungsprojekt des Netzwerkes Urbane Biodiversität startet 2017. Über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren soll die Entwicklung der Flora und Fauna des jüngst naturnah ausgebauten Läppkes Mühlenbaches, auf dem Gelände des ehemaligen Elektrostahlwerkes (Teil der ehemaligen Gutehoffnungshütte) in Oberhausen wissenschaftlich begleitet werden. Es handelt sich hierbei um eines der wenigen Projekte im Ruhrgebiet, wo ein naturnaher Ausbau eines Fließgewässers auf einer Industriebrache realisiert wird. Auf der Fläche sind weitestgehend die industrietypischen Substrate erhalten geblieben, zudem wurde auf jegliche Ansaat oder Anpflanzung verzichtet, so dass hier eine spannende Entwicklung der Industrienatur zu erwarten ist.

Ergebnisse

2020

zum Artikel

Menzer, Isabel & Zepp, Harald. (2020). Raum-zeitliche geohydrologische Muster auf einer sanierten Industriebrache. Eine Bestandsaufnahme im Umfeld des zukünftigen Gerinnebetts.

Abstract: Im Gebiet einer sanierten Industriebrache in Oberhausen (Ruhrgebiet) wurde für den Läppkes Mühlenbach ein neues Bachbett modelliert, aber noch nicht geflutet. Der Beitrag stellt die hydrologischen Muster der Oberbodenfeuchte sowie die Grundwassersituation unter den derzeitigen Bedingungen dar. Dies geschieht anhand von Messungen der Oberbodenfeuchte- und des Grundwasserstands während eines fast zweijährigen Zeitraums sowie durch Modellierungen. Es zeigen sich raum-zeitlich differenzierte Feuchtemuster sowie ein ausgeprägter Jahresgang der Grundwasserstände. Unsere Ergebnisse erlauben belastbare Aussagen zu den zukünftigen Interaktionen zwischen dem Grundwasser und dem zukünftigen Bach.

In: Chifflard, P., Karthe, D., Hahn, J. & Menzel, L. (Hg.): Beiträge zum 50. und 51. Jahrestreffen des Arbeitskreises Hydrologie 2018 in Koblenz und 2019 in Heidelberg. (= Geographica Augustana 31), S. 54-60 (pp.54-60)

2018

zum Artikel

Artikel in Natur in NRW 04/2018

Nach zwei Jahren Feldarbeit stellen wir unsere konkreten Fragestellungen, Methoden und die ersten Ergebnisse vor. Weiterhin ist eine Mitarbeit erwünscht. Wenn Sie eine Artengruppe bearbeiten oder Zufallsbeobachtungen melden möchten, melden Sie sich bitte bei uns, Kontakt: Dr. Peter Keil (Biologische Station Westliches Ruhrgebiet).

Flyer

Für weitere Informationen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an Dr. Peter Keil, Biologische Station Westliches Ruhrgebiet oder laden Sie sich unseren Flyer herunter (pdf).