Veranstaltungen

Regionale Biodiversitätsstrategie - 2021

Das Netzwerk "Urbane Biodiversität – Ruhrgebiet" hat bereits zwei Fachtagungen zum Thema Biodiversität im urbanen Raum ausgerichtet.

Die nächste Veranstaltung ist für das Jahr 2021 geplant.


Die Zukunft der grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr

Online-Fachtagung am 26. und 27. November 2020 von 9 bis 13 Uhr

Der RVR veranstaltet mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes NRW am 26. und 27. November 2020, jeweils von 9 bis 13 Uhr, eine zweitägige Online-Fachtagung mit dem Titel "Die Zukunft der Grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr".

Zentrale Fragestellungen sind:
Wie können Städte und Regionen mit Hilfe Grüner Infrastruktur zukunftsfähig und lebenswert gemacht werden? Welche Strategien und welche konkreten Projekte vor Ort tragen dazu bei und welche Akteur*innen braucht es dafür? Diese Fragen möchten wir mit Fachleuten und Interessierten aus den Bereichen Stadtplanung, Regionalentwicklung, Natur- und Klimaschutz für die Metropole Ruhr beantworten. Die Tagung ist Teil der „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“.

Weiter Informationen auf der Seite des RVR


Neobiota-Management in den Regionalen Grünzügen - September 2020

Rund 50 Vertreter*innen der Kommunen aus den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Stadtplanung, Stadtentwicklung sowie der Landwirtschaftskammer NRW, des Landesbetriebs Wald und Holz, der Biologischen Stationen, der Deutschen Bahn und des Wasserschifffahrsamtes diskutierten am 22.09.2020 im ChorForum Essen zum Thema „Neobiota-Management in den Regionalen Grünzügen“.

Am Beispiel des Waschbären, der Armenischen Brombeere und anderer Neobiota  wurden konkrete Problemsituationen und Maßnahmen vorgestellt und in Arbeitsgruppen vertiefend diskutiert. Hier stellten sich vor allem die Fragen: Wie können potentielle Bedrohungen durch Neobiota früh erkannt werden? Welche Maßnahmen haben sich gegen welche Arten als erfolgreich erwiesen? Wie ist die Finanzierung für ein dauerhaftes Neobiotamanagement zu gewährleisten?

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Urbane Biodiversität - Grüne und Blaue Infrastruktur - 2017

23.- 24. März 2017, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

Etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ministerien, Städten, Kommunen, Planungsbüros, Naturschutzverbänden und der Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Der Schwerpunkt der Tagung lag auf den Bereichen der grünen und blauen Infrastruktur und der urbanen Natur hinsichtlich Ihrer Artenvielfalt und Ökosystemleistungen.

Vorgestellt wurden Projekte der Grünen Hauptstädte Europas Essen (2017) und Nijmegen (2018), die Artenvielfalt und die Ökosystemleistung urbaner Biotope, die Eignung von Industrienatur für Umweltbildung, sowie Leuchtturmprojekte im Gewässerumbau des Ruhrgebiets. Weitere Vorträge berichteten von der positiven Wirkung von Stadtnatur auf die menschliche Gesundheit. Ein Ausblick auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 zeigte die Möglichkeiten der zukünftigen Freiflächenentwicklung im Bezug auf das Tagungsthema. Zwei Beispielprojekte, der Radschnellweg RS1 und die ökologische Neugestaltung des Läppkes Mühlenbaches wurden im Rahmen einer Exkursion vorgestellt.

Hier können Sie sich die Tagungsbeiträge ansehen oder herunterladen.


Urbane Biodiversität - regionale, nationale und internationale Aspekte - 2013

     

26.-27. März 2013, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

Nur wenige Eingeweihte wissen: Städte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Standortbedingungen wechseln kleinräumig, Verkehrsachsen bilden Wanderkorridore, Verkehrsmittel fördern die Einwanderung und die Ausbreitung von Arten. Städte sind damit sehr dynamische Lebensräume; ständig entstehen neue Lebensgemeinschaften oder sogar neue Arten.

Wie kaum ein anderer Ballungsraum in Deutschland steht das Ruhrgebiet für das Thema "Urbane Biodiversität". Ausgelöst durch Wirtschaftskrisen seit den 1960er Jahren entstanden im Ruhrgebiet Industriebrachen von über 10.000 ha. Die Emscher, für 100 Jahre ein Synonym für einen Schmutzwasserlauf, wird heute aufwändig renaturiert.

National wie international findet das Thema "Urbane Biodiversität" vermehrt Aufmerksamkeit. Die Tagung "Urbane Biodiversität - regionale, nationale und internationale Aspekte" ermöglichte einen Austausch über neue Forschungsergebnisse und Strategien. Drei Themen standen im Vordergrund: Neobiota, Brachflächen und urbane Gewässer. In Vorträgen und Workshops wurdenneue Aspekte präsentiert und diskutiert, und ein Positionspapiers zur urbanen Biodiversität erarbeitet.

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Die Tagung wurde von 150 Teilnehmer(innen) aus Behörden und Planungsbüros, Naturschutzverbänden, Biologischen Stationen sowie aus Forschungseinrichtungen und Universitäten besucht.

In drei Workshops wurden aktuelle Themen zur urbanen Biodiversitaet diskutiert.
Die Ergebnisse wurden in einem Positionspapier zusammengefasst (Positionspapier, Download als PDF).

Workshops

Workshop 1: Neobiota

  • Förderung oder Duldung gebietsfremder Arten als Teilaufgabe der Biodiversitätsstrategie? - wissenschaftliche Grundlagen und Notwendigkeiten in der Praxis.

  • Toleranz oder Ablehnung, wie ist der Umgang mit gebietsfremden Arten im ohnehin "naturfernen" Ballungsraum zu bewerten?
  • Akzeptanz oder sogar willkommene -Neubürger - Neophyten als Bestandteil der besonderen Flora von Industriebrachflächen, Halden und Verkehrsbiotope?
  • Bekämpfen oder Pflegemanagement - Kommunikation mit dem Bürger, Politik und Verwaltung. Aufklärung oder Ängste schüren?

Workshop 2: Brachflächen

  • Kann man mit ?Natur auf Zeit? dem Anliegen der "Biologischen Vielfalt" gerecht werden?
  • Wie kann ein Sinneswandel in Verwaltung und Bürgerschaft gestaltet werden?
  • Gewerbeansiedlung durch Wiedernutzbarmachung von Industriebrachen oder durch Umwandlung von landwirtschaftlichen Nutzflächen?

Workshop 3: Urbane Gewässer

  • Was sind die vorrangigen Biodiversitäts-bezogenen Ziele von Gewässerentwicklungen im urbanen Bereich?
  • Welche Maßnahmen eignen sich vorrangig zur Erreichung dieser Ziele?
  • Sind Ökosystemfunktionen urbaner Gewässer auch bei stark fluktuierenden Lebensgemeinschaften konstant?