Urbane Landwirtschaft

AutorInnen: Peter Rolauffs, Daniel Hering, Peter Keil, Andrea Welsch, Frank Bothmann, Denise Kemper

Das Themenfeld der „urbanen Landwirtschaft“ hat in überregionalen Biodiversitätsstrategien bisher keine explizite Erwähnung gefunden. Dabei bietet die Lage in oder an Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet besondere Voraussetzungen für die Umsetzung biodiversitätsfördernder Maßnahmen gegenüber der Landwirtschaft im ländlichen Bereich. Im Ruhrgebiet ist die Landwirtschaft geprägt von einem starken Flächenverlust. Zusätzlich werden durch meist kurz Pachtverträge eine Umstrukturierung zum Beispiel zu Öko-Landbau und die damit einhergehende Umsetzung biodiversitätsfördernder Maßnahmen erschwert.

In diesem Teil der „Regionalen Biodiversitätsstrategie Ruhrgebiet“ soll ein auf das Ruhrgebiet passender, biodiversitätsfördernder Maßnahmenplan entwickelt werden, bei dem unter Einbeziehung aller wichtiger Akteure und Akteurinnen Agrarumweltmaßnahmen in einem Ranking auf ökologische Wirksamkeit und Umsetzbarkeit geprüft werden. Umsetzungsvorschläge umfassen auch die Etablierung eines Ökokontos, um biodiversitätsfördernde Maßnahmen für Landwirte und Landwirtinnen attraktiver zu gestalten. Die Strategie zielt auch auf die Etablierung eines „Leitbetriebs Biodiversität“ im Ruhrgebiet, um die Besonderheiten der urbanen Landwirtschaft in diesem Ballungsraum hervorzuheben und als Vorbild für die Umsetzung ökologisch wertvoller Maßnahmen zu dienen.