Sozialer Zusammenhalt

AuthorInnen: Peter Rolauffs, Daniel Hering, Yannik Strassmann, Jana Beckert

„Stadtgrün fördert sozialen Zusammenhalt“

Das Ruhrgebiet ist eine grüne Metropolregion mit einem außergewöhnlich hohen Anteil von Freiflächen, gerade in den regionalen Grünzügen. Gleichzeitig ist das urbane Grün sehr ungleich verteilt: während der Süden des Ruhrgebietes durch Parkanlagen und Bebauung in geringer Dichte geprägt ist, ist der Grünanteil im Norden wesentlich kleiner; dies korreliert auffällig mit sozialen Faktoren. Große Maßnahmen, wie zum Beispiel der Emscherumbau, erhöhen Anteil und Zugänglichkeit urbanen Grüns nun auch in der Emscherregion. Dies bietet die Chance, Naherholung und Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, gleichzeitig aber auch die Biodiversität zu erhöhen.

Dieser Projektteil untersucht den Zusammenhang zwischen urbanem Grün, sozialen Faktoren und Biodiversität. Was sind die Erwartungen der Bevölkerung an städtisches Grün? Wie wird Biodiversität im Stadtbild wahrgenommen?  Welche biodiversitätsfördernden Maßnahmen sind besonders akzeptiert? Es werden Fallbeispiele sowohl aus dem Ruhrgebiet als auch aus anderen Städten recherchiert, die Synergien und Konflikte zwischen den Zielen „Förderung der urbanen Biodiversität“ und „Förderung des sozialen Zusammenhalts“ aufzeigen. Ein Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen des „urban gardening“ und ähnlicher Projekte, in denen Bürger*innen Verantwortung für Grünflächen in der Stadt übernehmen. Im weiteren Verlauf des Projektes werden konkrete Maßnahmen entwickelt, mit denen Biodiversität gefördert wird und die gleichzeitig eine hohe soziale Akzeptanz besitzen, z.B. in der Pflege von Grünflächen und von Straßenbegleitgrün.